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Jul 19, 2007

Schäden durch heftige Gewitter

Heftige Gewitter sind am Abend übers Berner Oberland, Obwalden und das Seeland gezogen. Strassen und Schienen mussten gesperrt werden.



In Interlaken beschädigten Hagelkörner in der Grösse von Golfbällen Autos und Scheiben. Die Feuerwehr musste zu zahlreichen Wasserschäden ausrücken. Allein aus Interlaken gingen innert Kürze über 100 Meldungen bei der Einsatzzentrale ein.

Die BLS-Strecke zwischen Interlaken Ost und Interlaken West musste während Stunden gesperrt werden, weil ein Bach über die Geleise floss. Vorübergehend nicht befahrbar war auch die Strecke zwischen Spiez und Interlaken Ost. Es waren Bäume auf die Schienen gefallen.

Notunterkünfte für Camper
Wegen Geröll musste die A8 zwischen Därligen und Interlaken gesperrt werden, wie die Kantonspolizei Bern mitteilte. Betroffen waren auch Campingplätze. Es würden Notunterkünfte erstellt, sagte der Regierungsstatthalter von Interlaken, Walter Dietrich, in der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens. Die Schäden seien gross.

Auf dem Brienzersee wurden Kursschiffe in Mitleidenschaft gezogen. Grosser Sachschaden entstand auch an einer Werkstatt der BLS in Bönigen. Das Dach sei zerstört, sagte ein Sprecher.

Auch in der Region Biel und dem Berner Jura musste die Feuerwehr zahlreiche Keller auspumpen. Besonders betroffen waren die Gemeinden Nidau, Lengnau, Pieterlen und Safnern.

Überschwemmungen in Obwalden
Im Kanton Obwalden trat in der Gemeinde Kerns der Bach über die Ufer und verwüstete mit Geschiebe und Schlamm Häuser und Industriebauten - «einmal mehr», wie die Kantonspolizei schrieb.

Es präsentiere sich ein ähnliches Bild wie beim Hochwasser im Jahr 2005, sagte ein Polizeisprecher. Die Schadenssumme dürfte allein in Kerns mehrere hundert Tausend Franken betragen.

Geröll und Erdrutsche
Wegen Geröll und Erdrutschen im Raum Sachseln mussten die A8 und die Brünigstrasse vorübergehend gesperrt werden. Auch die Zentralbahn war unterbrochen. Erdrutsche gab es zudem in St. Niklausen.

Gewitterzellen waren ab dem Nachmittag über die Schweiz gezogen, begleitet von Sturmböen. In Brienz etwa wurden Böenspitzen von bis zu 83 Kilometern pro Stunde gemessen.



Last Update:   Jul 25, 2007 - jbg

Content Source:   tagesanzeiger.ch; (grü/ap/sda)



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