Starke Winde und die hohen Temperaturen erschwerten die Arbeit
der Einsatzkräfte beim Kampf gegen die Waldbrände. Zwei Feuerwehrleute
kamen bei den Löscharbeiten ums Leben. Ihr Flugzeug stürzte nach
Angaben der Behörden über der Insel Evia ab. Seit Juni wurden bereits
mehr als 2000 Waldbrände aus Griechenland gemeldet.Nach Angaben der
lokalen Behörden konnten die meisten Feuer inzwischen aber zumindest
teilweise unter Kontrolle gebracht werden.
Auch in der südserbischen Provinz Kosovo wüteten
Waldbrände. Mehr als 20 Häuser in zwei Dörfern wurden ein Raub der
Flammen, wie die Behörden mitteilten. Sicherheitskräfte und
Nato-Soldaten evakuierten die Einwohner. Auch in Bulgarien kämpfen die Menschen weiter mit hohen
Temperaturen und vielen Hitzebränden. Dieses Jahr werde in Bulgarien
«das wärmste seit 120 Jahren», prognostizierte die Akademie der
Wissenschaften am Montag in Sofia laut Angaben der Nachrichtenangentur
BTA. Sollte es in dieser Woche keinen Regen geben, drohten erste Flüsse
auszutrocknen, hiess es.
Allein binnen der vergangenen 24 Stunden seien rund 670
Menschen erschöpft zusammengebrochen, 160 von ihnen in der Hauptstadt,
berichtete der nationale Rettungsdienst. Die Regierung stellte Zelte
auf, in denen Wasser ausgegeben wurde und Erste-Hilfe-Experten bereit
standen. In Bukarest kam es zu Stromausfällen. Ein Ende der Hitzewelle war nicht abzusehen. Für morgen
und übermorgen wurden abermals Temperaturen bis zu 42 Grad Celsius
vorhergesagt. In rund der Hälfte der 42 rumänischen Regionen wurden die
Bewohner aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Die Landwirte forderten
angesichts der anhaltenden Dürre mehr Unterstützung. Die Trockenheit
richtete bereits Schäden in Höhe von umgerechnet 1,5 Milliarden Euro
an.
Auch in Rom, Mailand und Florenz schwitzten die Menschen
Werten von rund 35 Grad. In weiten Teilen Süditaliens sind wegen der
grossen Trockenheit Brände ausgebrochen. Ab Dienstag versprachen die
Meteorologen für Nord- und Mittelitalien eine leichte Abkühlung,
während es für den Süden noch keine Entwarnung gab. Auf niedrigere Temperaturen dürfen dagegen die Menschen in
Serbien und Montenegro hoffen. Morgen werden zwar örtlich noch bis zu
43 Grad erwartet, doch in der Nacht soll dann die ersehnte Abkühlung
kommen. Die seit Tagen wütenden verheerenden Waldbrände seien
inzwischen unter Kontrolle, berichtete die Feuerwehr. Auch in Ungarn, wo bisher Temperaturen um die 40 Grad
herrschten, soll es heute Abendb kühler werden. In den vergangenen
Tagen kam es auch dort vielfach zu Waldbränden. Für Rumänien rechnen
die Meteorologen noch mindestens mit zwei Tagen Hitze.
Schon 18 Hitzetote in Rumänien
Der seit einer Woche anhaltenden Rekordhitze in Rumänien sind bis
heute 18 Menschen zum Opfer gefallen. Sie seien überwiegend an
Austrocknung gestorben, teilte das Gesundheitsministerium in Bukarest
mit.
Keine Entwarnung für Italiens Süden
In Italien wurden vor allem im Süden des Landes Rekordtemperaturen
verzeichnet. In der sizilianischen Stadt Catania stieg die
Quecksilbersäule auf 42 Grad, während in anderen Gebieten der Insel bis
zu 45 Grad gemessen wurden.