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Jul 24, 2007

Hitzewelle im Süden hält an

Die Hitzewelle hat Teile Süd- und Südosteuropas weiter fest im Griff. Rumänien meldet bereits 18 Hitzetote. In Griechenland sagen die Meteorologen bis zum Ende der Woche Höchstwerte bis zu 45 Grad voraus.



Die Hitzewelle macht vielen Menschen in Griechenland schwer zu schaffen: Dutzende mussten wegen Atemproblemen oder einem Hitzekollaps ärztlich behandelt werden. Weil die Temperaturen im Laufe der Woche weiter steigen sollen, wurden Ärzte und Pflegepersonal in den 132 Spitälern des Landes in höchste Alarmbereitschaft versetzt.

Starke Winde und die hohen Temperaturen erschwerten die Arbeit der Einsatzkräfte beim Kampf gegen die Waldbrände. Zwei Feuerwehrleute kamen bei den Löscharbeiten ums Leben. Ihr Flugzeug stürzte nach Angaben der Behörden über der Insel Evia ab. Seit Juni wurden bereits mehr als 2000 Waldbrände aus Griechenland gemeldet.Nach Angaben der lokalen Behörden konnten die meisten Feuer inzwischen aber zumindest teilweise unter Kontrolle gebracht werden.

Auch in der südserbischen Provinz Kosovo wüteten Waldbrände. Mehr als 20 Häuser in zwei Dörfern wurden ein Raub der Flammen, wie die Behörden mitteilten. Sicherheitskräfte und Nato-Soldaten evakuierten die Einwohner.

Auch in Bulgarien kämpfen die Menschen weiter mit hohen Temperaturen und vielen Hitzebränden. Dieses Jahr werde in Bulgarien «das wärmste seit 120 Jahren», prognostizierte die Akademie der Wissenschaften am Montag in Sofia laut Angaben der Nachrichtenangentur BTA. Sollte es in dieser Woche keinen Regen geben, drohten erste Flüsse auszutrocknen, hiess es.

Schon 18 Hitzetote in Rumänien
Der seit einer Woche anhaltenden Rekordhitze in Rumänien sind bis heute 18 Menschen zum Opfer gefallen. Sie seien überwiegend an Austrocknung gestorben, teilte das Gesundheitsministerium in Bukarest mit.

Allein binnen der vergangenen 24 Stunden seien rund 670 Menschen erschöpft zusammengebrochen, 160 von ihnen in der Hauptstadt, berichtete der nationale Rettungsdienst. Die Regierung stellte Zelte auf, in denen Wasser ausgegeben wurde und Erste-Hilfe-Experten bereit standen. In Bukarest kam es zu Stromausfällen.

Ein Ende der Hitzewelle war nicht abzusehen. Für morgen und übermorgen wurden abermals Temperaturen bis zu 42 Grad Celsius vorhergesagt. In rund der Hälfte der 42 rumänischen Regionen wurden die Bewohner aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Die Landwirte forderten angesichts der anhaltenden Dürre mehr Unterstützung. Die Trockenheit richtete bereits Schäden in Höhe von umgerechnet 1,5 Milliarden Euro an.

Keine Entwarnung für Italiens Süden
In Italien wurden vor allem im Süden des Landes Rekordtemperaturen verzeichnet. In der sizilianischen Stadt Catania stieg die Quecksilbersäule auf 42 Grad, während in anderen Gebieten der Insel bis zu 45 Grad gemessen wurden.

Auch in Rom, Mailand und Florenz schwitzten die Menschen Werten von rund 35 Grad. In weiten Teilen Süditaliens sind wegen der grossen Trockenheit Brände ausgebrochen. Ab Dienstag versprachen die Meteorologen für Nord- und Mittelitalien eine leichte Abkühlung, während es für den Süden noch keine Entwarnung gab.

Auf niedrigere Temperaturen dürfen dagegen die Menschen in Serbien und Montenegro hoffen. Morgen werden zwar örtlich noch bis zu 43 Grad erwartet, doch in der Nacht soll dann die ersehnte Abkühlung kommen. Die seit Tagen wütenden verheerenden Waldbrände seien inzwischen unter Kontrolle, berichtete die Feuerwehr.

Auch in Ungarn, wo bisher Temperaturen um die 40 Grad herrschten, soll es heute Abendb kühler werden. In den vergangenen Tagen kam es auch dort vielfach zu Waldbränden. Für Rumänien rechnen die Meteorologen noch mindestens mit zwei Tagen Hitze.


Last Update:   Aug 09, 2007 - jbg

Content Source:   tagesanzeiger.ch; (sbm/ret/sda/ap)



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