Weite Teile Europas haben unter Rekord verdächtigen Temperaturen gelitten. In Deutschland sind gar Strassenbeläge aufgesprungen.
Ganz Italien leidet unter einer Hitzewelle mit
Temperaturen bis zu 38 Grad im Schatten. Selbst die Nachtwerte lagen in
vielen Städten immer noch bei 26 Grad. Um gestressten Geschäftsleuten
und Beamten das Arbeiten erträglicher zu machen, empfiehlt das
Gesundheitsministerium in Rom den Chefs, ihre Mitarbeiter von der
klassischen Kleidung mit Anzug und Krawatte zu entbinden. Dadurch werde
die Körpertemperatur um zwei bis drei Grad gesenkt, hiess es.
Das Ministerium will auf diese Weise auch
zu Einsparungen bei der Raumkühlung beitragen. Der Stromkonsum hat
diese Woche eine Besorgnis erregende Höhe erreicht. Bereits kam es zu
Stromausfällen in Rom und Sizilien. Von der Hitze geplagt ist auch die
Slowakei, wo mit 39 Grad die höchsten Werte seit 49 Jahren erreicht
wurden. Ein 70-Jähriger erlitt einen tödlichen Hitzeschlag.
Kaputte Strassenbeläge
In Deutschland liessen die hohen Temperaturen Strassenbeläge bersten. Zwei Autobahnen mussten zeitweise gesperrt werden.
In Griechenland kämpften Hunderte von Feuerwehrleuten mit
Löschflugzeugen und Helikoptern gegen drei grosse Brände. Bei Nafpakto
auf dem Peloponnes näherten sich die Flammen bedrohlich einer Siedlung,
zahlreiche Häuser mussten evakuiert werden. Ein Waldbrand in der Nähe
der Hauptstadt Athen konnte gelöscht werden.
Bei der Brandbekämpfung in Montenegro kam ein Mann ums
Leben, als er versuchte, sein Haus in einem Vorort der Hauptstadt
Podgorica vor den Flammen zu schützen. Das Feuer bedrohte mehr als 500
Wohnhäuser.