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Jul 10, 2007

Erster Schneefall seit 1918

Erstmals seit fast 90 Jahren hat es in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires heftig geschneit. Tausende Menschen gingen auf die Strasse und jubelten angesichts dieses ungewöhnlichen Naturschauspiels.



Der nasse Schnee fiel mehrere Stunden lang vom Himmel, blieb jedoch nicht liegen. Der letzte nennenswerte Schneefall wurde in Buenos Aires am 22. Juni 1918 registriert, wie der nationale Wetterdienst mitteilte. Allerdings gab es immer mal wieder Schnee- und Eisregen.
Mehrere Kältetote
Der diesjährige Winter in der südlichen Hemisphäre hat sich im Umkreis der argentinischen Hauptstadt zum kältesten seit 40 Jahren ausgeweitet. Gestern wurden Rekord-Temperaturen von bis zu 22 Grad unter Null gemessen. Zwei Obdachlose erfroren, wie die Polizei mitteilte.


Ein etwa 60-jähriger Mann sei in einem Hauseingang in Rosario, 300 Kilometer nördlich von Buenos Aires, gefunden worden. Ein anderer habe in einer Strasse der Hauptstadt vergeblich unter Pappkartons Schutz vor der Polarluft gesucht. Insgesamt wurden in den letzten Tagen bereits 23 Kältetote registriert.
Auch Chile und Bolivien betroffen
Mendoza am Fuss der Anden wurde nach Angaben des argentinischen Wetterdienstes vom heftigsten Schneesturm seit 30 Jahren heimgesucht. Im Cristo-Redentor-Tunnel zwischen Argentinien und Chile, der aus Sicherheitsgründen geschlossen wurde, steckten 3000 Lastwagen fest.

Auch in Chile, in der Region von Araucania im Süden, erfror ein Mensch. In Bolivien legten heftige Schneefälle die wichtigsten Verbindungsstrassen und Flughäfen des Landes lahm. Der internationale Flughafen El Alto, der die Hauptstadt La Paz bedient, sollte nach offiziellen Angaben bis auf weiteres geschlossen bleiben.



Last Update:   Jul 25, 2007 - jbg

Content Source:   www.tagesanzeiger.ch; (ret/ap/sda)



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