Wegen der andauernden Niederschläge in Gujarat hätten
rund
7000 Menschen aus tiefer liegenden Regionen in Sicherheit gebracht
werden müssen. 22 Kinder, deren Schulbus in der Gegend von reissenden
Flutwassern eingeschlossen wurde, konnten erst in letzter Minute
gerettet werden.
Im östlichen
Bundesstaat West-Bengalen
wurden heute sechs Mitglieder einer Familie getötet, als ihre Hütte
südlich der Hauptstadt Kalkutta von heftigem Regen weggespült wurde. In
der Millionenstadt selbst stand der öffentliche Verkehr still. Die
wichtigsten Strassen sind überflutet, auch der Flughafen musste
geschlossen werden.
In Mumbai (Bombay) im Bundesstaat Maharashtra starben
seit dem
Wochenende mindestens 19 Menschen, die meisten wurden durch
Stromschläge und einstürzende Mauern getötet. Auch hier mussten
tausende Menschen ihre Häuser verlassen. Nach Behördenangaben liessen
die Regenfälle inzwischen leicht nach.
Besonders stark betroffen sei die ärmste Provinz des
Landes,
Belutschistan. Unicef sendete nach eigenen Angaben bereits
Wasserreinigungstabletten, Decken und Nahrungsmittel in das
Notstandsgebiet. Die Hilfe werde aber erschwert, weil die Fluten viele
Brücken und Strassen weggespült hätten und die Kommunikationsleitungen
unterbrochen seien. Viele Opfer seien nur mit Helikoptern zu erreichen.Hilfe für Belutschistan
Stark betroffen waren auch die pakistanischen Küstenprovinzen
Belutschistan und Sindh, wo beim Durchzug eines Zyklons vergangene
Woche 117 Menschen starben. Das Uno-Kinderhilfswerk Unicef rief zu
Spenden für die rund 1,5 Millionen Betroffenen der Überschwemmungen in
Pakistan auf. Rund 250’000 Menschen hätten durch den Zyklon der
vergangenen Woche ihr Obdach verloren, weitere 200 würden vermisst.