Die Verkehrsinformation Viasuisse meldete
schneebedeckte
Fahrbahnen auf acht Pässen, und zwar auf den Übergängen Albula,
Bernina, Forcola di Livigno, Grimsel, Flüela, Julier, Nufenen und
Susten. Nach wie vor geschlossen ist nach Unwetterschäden der Col du
Pillon zwischen Saanen BE und Le Sepey VD. Die für heute vorgesehene
Wiedereröffnung wurde wegen schlechten Wetters verschoben.
Ausgelöst wurde
der Sommer-Schnee durch
Höhenkaltluft, durch einen so genannten Kaltlufttrog. Auf dem
Jungfraujoch wurden am Morgen um 8 Uhr minus 10 Grad Celsius gemessen,
6 Grad weniger als am 10. Januar zum selben Zeitpunkt.
Gemäss den Meteorologen setzt der Sommer aber in der
zweiten
Wochenhälfte zu einer Aufholdjagd an. Am Sonntag soll in weiten Teilen
des Landes erstmals in diesem Juli die Hitzemarke von 30 Grad fallen.
Nicht zu befürchten sei auf jeden Fall, dass sich die Bauernregel für
den so genannten Siebenbrüdertag vom 10. Juli bewahrheite. «Wie das
Wetter am Siebenbrüdertag, so soll es 50 Tage lang sein», heisst es
dort. Temperaturen im Fröstelbereich
In den Niederungen herrschen Temperaturen wie sonst im März oder
April. Die aktuellen Werte lägen deutlich unter dem langjährigen
Mittel, hiess es bei MeteoSchweiz auf Anfrage. In St. Gallen wurden am
Morgen 7,9 Grad Celsius gemessen, in Samedan GR waren es 3 Grad. Bern
und Luzern meldeten 9,3 Grad, und Genf kam mit 10,4 Grad nur knapp über
die Zehn-Grad-Marke hinaus. Klar im zweistelligen Bereich lagen die
Werte einzig im Tessin, wo Stabio ganz im Süden mit 17,1 Grad den
höchsten Wert erreichte.