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Jul 10, 2007

Schnee bis auf 1600 Meter

Mitten im Sommer hat sich in den Schweizer Bergen der Winter gezeigt. Die Schneefallgrenze sank auf rund 1800 Meter über Meer. Im Glarnerland schneite es in der Nacht sogar bis auf 1600 Meter.



Auf dem Säntis auf 2490 Metern Höhe wurden laut MeteoSchweiz acht Zentimeter Neuschnee gemessen. Der Hüttenwart der Claridenhütte in den Glarner Alpen berichtete von einer 15 Zentimeter dicken Schneedecke auf 2453 Metern über Meer. Zehn Zentimeter waren es auf dem Grossen St. Bernhard. In Lagen über 1800 bis 2000 Meter war es heute fast überall weiss.

Die Verkehrsinformation Viasuisse meldete schneebedeckte Fahrbahnen auf acht Pässen, und zwar auf den Übergängen Albula, Bernina, Forcola di Livigno, Grimsel, Flüela, Julier, Nufenen und Susten. Nach wie vor geschlossen ist nach Unwetterschäden der Col du Pillon zwischen Saanen BE und Le Sepey VD. Die für heute vorgesehene Wiedereröffnung wurde wegen schlechten Wetters verschoben.

Ausgelöst wurde der Sommer-Schnee durch Höhenkaltluft, durch einen so genannten Kaltlufttrog. Auf dem Jungfraujoch wurden am Morgen um 8 Uhr minus 10 Grad Celsius gemessen, 6 Grad weniger als am 10. Januar zum selben Zeitpunkt.

Temperaturen im Fröstelbereich
In den Niederungen herrschen Temperaturen wie sonst im März oder April. Die aktuellen Werte lägen deutlich unter dem langjährigen Mittel, hiess es bei MeteoSchweiz auf Anfrage. In St. Gallen wurden am Morgen 7,9 Grad Celsius gemessen, in Samedan GR waren es 3 Grad. Bern und Luzern meldeten 9,3 Grad, und Genf kam mit 10,4 Grad nur knapp über die Zehn-Grad-Marke hinaus. Klar im zweistelligen Bereich lagen die Werte einzig im Tessin, wo Stabio ganz im Süden mit 17,1 Grad den höchsten Wert erreichte.

Gemäss den Meteorologen setzt der Sommer aber in der zweiten Wochenhälfte zu einer Aufholdjagd an. Am Sonntag soll in weiten Teilen des Landes erstmals in diesem Juli die Hitzemarke von 30 Grad fallen. Nicht zu befürchten sei auf jeden Fall, dass sich die Bauernregel für den so genannten Siebenbrüdertag vom 10. Juli bewahrheite. «Wie das Wetter am Siebenbrüdertag, so soll es 50 Tage lang sein», heisst es dort.


Last Update:   Jul 18, 2007 - jbg

Content Source:   www.tagesanzeiger.ch; (ret/ap/sda)



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