Die Messstation Glärnisch Guppen des Lawinenforschungsinstituts auf 1630 Metern registrierte am Dienstagmorgen 12 Zentimeter Neuschnee. Auf dem Weissfluhjoch betrug die Schneehöhe laut Angaben von SF Meteo knapp 20 Zentimeter. In Lagen über 1800 bis 2000 Meter war es am Dienstag fast überall weiss.
Ausgelöst wurde der Sommer-Schnee durch Höhenkaltluft, durch einen so genannten Kaltlufttrog. Auf dem Jungfraujoch wurden am Dienstagmorgen um 8 Uhr minus 10 Grad Celsius gemessen, 6 Grad weniger als am 10. Januar zum selben Zeitpunkt.
In den Niederungen herrschen Temperaturen wie sonst im März oder April. Die aktuellen Werte lägen deutlich unter dem langjährigen Mittel, hiess es bei Meteo-Schweiz auf Anfrage. In St. Gallen wurden am Dienstagmorgen 7,9 Grad Celsius gemessen, in Samedan waren es 3 Grad.
Im Mittelland bewegten sich die Temperaturen um die 10/11 Grad. Einzig im Tessin wurden mit 17/18 Grad einigermassen angenehme Werte registriert. Nach dem Sommerschnee erwarten die Meteorologen aus Wochenende hin nun aber eine Hitzewelle.
Gemäss Angaben von Viasuisse lagen am Dienstagmorgen auf den Alpenpässen Albula, Flüela, Bernina, Grimsel, Nufenen und Susten Schnee. Nach wie vor geschlossen ist nach Unwetterschäden der Col du Pillon zwischen Saanen und Le Sepey. Die für Dienstag vorgesehene Wiedereröffnung wurde wegen schlechten Wetters verschoben.