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Jul 10, 2007

Der Sommer nimmt eine Auszeit

Schneefallgrenze sinkt auf 1600 Meter — Aufholjagd zum Wochenende

Mitten im Sommer hat sich in den Schweizer Bergen der Winter gezeigt. Die Schneefallgrenze sank nach Auskunft von MeteoSchweiz auf rund 1800 Meter über Meer. Lokal dürfte sogar in noch tieferen Lagen Flockentreiben geherrscht haben.



Das Wetter spielt weiter verrückt: Die Alpen waren am Dienstagmorgen oberhalb von 1800 Metern mit einer Schneeschicht überzogen. Im Glarnerland schneite es in der Nacht auf Dienstag sogar bis auf 1600 Meter. Teilweise war es kälter als im Januar.

Die Messstation Glärnisch Guppen des Lawinenforschungsinstituts auf 1630 Metern registrierte am Dienstagmorgen 12 Zentimeter Neuschnee. Auf dem Weissfluhjoch betrug die Schneehöhe laut Angaben von SF Meteo knapp 20 Zentimeter. In Lagen über 1800 bis 2000 Meter war es am Dienstag fast überall weiss.

Im Fröstelbereich

Ausgelöst wurde der Sommer-Schnee durch Höhenkaltluft, durch einen so genannten Kaltlufttrog. Auf dem Jungfraujoch wurden am Dienstagmorgen um 8 Uhr minus 10 Grad Celsius gemessen, 6 Grad weniger als am 10. Januar zum selben Zeitpunkt.

In den Niederungen herrschen Temperaturen wie sonst im März oder April. Die aktuellen Werte lägen deutlich unter dem langjährigen Mittel, hiess es bei Meteo-Schweiz auf Anfrage. In St. Gallen wurden am Dienstagmorgen 7,9 Grad Celsius gemessen, in Samedan waren es 3 Grad.

Hitzewelle folgt

Im Mittelland bewegten sich die Temperaturen um die 10/11 Grad. Einzig im Tessin wurden mit 17/18 Grad einigermassen angenehme Werte registriert. Nach dem Sommerschnee erwarten die Meteorologen aus Wochenende hin nun aber eine Hitzewelle.

Gemäss Angaben von Viasuisse lagen am Dienstagmorgen auf den Alpenpässen Albula, Flüela, Bernina, Grimsel, Nufenen und Susten Schnee. Nach wie vor geschlossen ist nach Unwetterschäden der Col du Pillon zwischen Saanen und Le Sepey. Die für Dienstag vorgesehene Wiedereröffnung wurde wegen schlechten Wetters verschoben.





Last Update:   Jul 11, 2007 - jbg

Content Source:   www.nzz.ch; (sda)



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