Bis Sonntag steigen die Temperaturen in der Schweiz wieder an – Anfang kommender Woche erwarten die Meteorologen den nächsten Kaltlufteinbruch. Regen und kühle Tage im Juni sind jedoch keine Ausnahmeerscheinung.
«Bekannt ist die Schafskälte Mitte Monat»,
erinnerte der Meteorologe Adrian Stolz von MeteoSchweiz heute.
Kälteeinbrüche im Juni seien also durchaus bekannt.
Auch die jetzigen kühlen Temperaturen seien keineswegs
einmalig. Allerdings lägen Niederschlagsmengen und Regentage etwas
höher als üblich. Dies dürfte vor allem auf die heftigen Gewitter
zurückzuführen sein, die in kurzer Zeit sehr viel Regen brachten.
Im langjährigen Vergleich liegt der Monat
Juni durchaus im Rahmen, wie die Normwerte-Tabellen von MeteoSchweiz im
Internet zeigen. Die Angaben beziehen sich auf die Jahre 1961 bis 1990,
neuere Vergleichswerte sind nicht aufgeschaltet.
Gemäss diesen Tabellen lagen die Juni-Maximaltemperaturen im
Mittel dieser Jahre beispielsweise in Basel bei 21,7 Grad Celsius, in
Chur bei 21,5 und in Zürich bei 21,2 Grad. Die Minimaltemperaturen im
Juni betrugen im Jahresmittel 11,1 Grad in Basel, 10,2 Grad in Chur und
9,7 Grad in Zürich.