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Jun 26, 2007

Wetterkapriolen in Europa

Die Hitze hat den Süden Europas weiter fest im Griff. Dutzende Menschen sind an Hitzschlag gestorben. Heftige Regenfälle haben indes in Teilen Englands mindestens drei Menschen das Leben gekostet.



Heisse Winde aus Afrika brachten Temperaturen von bis zu 46 Grad auf die italienische Mittelmeerinsel Sizilien. In Griechenland und Rumänien wurden am Mittag in vielen Regionen mehr als 40 Grad gemessen. In Montenegro und Bulgarien lagen die Temperaturen bei weit über 35 Grad.

Dutzende Menschen starben an Hitzeschlägen. In Rumänien ist die Zahl der Todesopfer auf 35 gestiegen. Allein heute starben vier Menschen wegen der Hitze, wie das Gesundheitsministerium in Bukarest mitteilte.

Weil keine Abkühlung in Sicht ist, berief Ministerpräsident Calin Popescu-Tariceanu für morgen eine weitere Krisensitzung ein. Dabei soll es vor allem um die Wasserversorgung gehen. In vielen Gebieten sind bereits Brunnen ausgetrocknet, und der Wasserstand ist stark gesunken.

Waldbrände in Griechenland
Auch in Griechenland sind seit Beginn der Hitze am vergangenen Freitag mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. In den südlichen Landesteilen wurde die Feuerwehr zu rund 65 Waldbränden gerufen. Sie konnte die Feuer aber noch rechtzeitig löschen, wie das Radio berichtete.

In Italien leiden die Menschen ebenfalls unter der Hitze. In Palermo auf Sizilien lagen selbst die Nachtwerte noch bei rund 37 Grad. In der Fiat-Fabrik im sizilianischen Termini Imerese und in anderen Unternehmen wurden die Mitarbeiter nach Hause geschickt, weil die Arbeit an den heissen Öfen unzumutbar geworden war.

Staudamm droht zu brechen
In England und Wales haben unterdessen schwere Hochwasser enormen Schaden angerichtet und mindestens drei Menschen das Leben gekostet. Hunderte Anwohner mussten im mittelenglischen South Yorkshire vor den Fluten fliehen, weil ein Staudamm zu brechen drohte, wie die Polizei mitteilte.

In Sheffield harrten rund 1000 Menschen in Notlagern aus, weil ihre Häuser unter Wasser standen. Andere Bewohner wurden in dramatischen Rettungsaktionen mit Helikoptern vor den Wassermassen in Sicherheit gebracht. Andernorts trieben Autos ab, der Zugverkehr wurde lahm gelegt.

Meteorologen warnten gestern, innerhalb von 24 Stunden könne es so viel regnen wie sonst in einem ganzen Monat.


Last Update:   Jun 27, 2007 - jbg

Content Source:   www.tagesanzeiger.ch; (ret/rom/sda/ap)



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