Dutzende Menschen starben an Hitzeschlägen. In Rumänien ist
die Zahl der Todesopfer auf 35 gestiegen. Allein heute starben vier
Menschen wegen der Hitze, wie das Gesundheitsministerium in Bukarest
mitteilte.
Weil keine Abkühlung in Sicht ist, berief
Ministerpräsident Calin Popescu-Tariceanu für morgen eine weitere
Krisensitzung ein. Dabei soll es vor allem um die Wasserversorgung
gehen. In vielen Gebieten sind bereits Brunnen ausgetrocknet, und der
Wasserstand ist stark gesunken.
In Italien leiden die Menschen ebenfalls unter der Hitze. In
Palermo auf Sizilien lagen selbst die Nachtwerte noch bei rund 37 Grad.
In der Fiat-Fabrik im sizilianischen Termini Imerese und in anderen
Unternehmen wurden die Mitarbeiter nach Hause geschickt, weil die
Arbeit an den heissen Öfen unzumutbar geworden war.
In Sheffield harrten rund 1000 Menschen in Notlagern aus, weil
ihre Häuser unter Wasser standen. Andere Bewohner wurden in
dramatischen Rettungsaktionen mit Helikoptern vor den Wassermassen in
Sicherheit gebracht. Andernorts trieben Autos ab, der Zugverkehr wurde
lahm gelegt.
Meteorologen warnten gestern, innerhalb von 24 Stunden könne es so viel regnen wie sonst in einem ganzen Monat.
Waldbrände in Griechenland
Auch in Griechenland sind seit Beginn der Hitze am vergangenen
Freitag mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. In den südlichen
Landesteilen wurde die Feuerwehr zu rund 65 Waldbränden gerufen. Sie
konnte die Feuer aber noch rechtzeitig löschen, wie das Radio
berichtete.
Staudamm droht zu brechen
In England und Wales haben unterdessen schwere Hochwasser enormen
Schaden angerichtet und mindestens drei Menschen das Leben gekostet.
Hunderte Anwohner mussten im mittelenglischen South Yorkshire vor den
Fluten fliehen, weil ein Staudamm zu brechen drohte, wie die Polizei
mitteilte.