In Engelberg ist
die längste Phase ohne Niederschlag seit Messbeginn im Jahr 1900
verzeichnet worden.
Auch der Wärmeüberschuss ist beachtlich. Der April ist
im Vergleich zum
langjährigen Durchschnitt bereits verbreitet vier bis fünf Grad zu
warm. «Und da dürfte noch einiges hinzukommen», sagte der Meteorologe.
Ein Ende der Schönwetterperiode ist nämlich nicht in Sicht. Das
sommerliche Wetter mit Temperaturen um die 25 Grad wird noch mindestens
eine Woche anhalten, wie er sagte.
Grenzwerte überschritten
Die Statistiken des Bundesamts für Umwelt zeigen, dass die Zahl der
Tage mit einer Sommersmog-Lage an den Stationen des Messnetzes bereits
jetzt mehr als doppelt so hoch ist wie im ganzen Monat April 2006.
Damals wurden an den 16 Messstationen 63 Tage gezählt, an denen der
maximale Stundenmittelwert über dem Grenzwert der
Luftreinhalteverordnung von 120 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter lag. Im
April dieses Jahres waren es bis gestern bereits 134 Tage.
Das ist auch deutlich mehr als in den Jahren 2005 und
2004,
als 85 beziehungsweise 106 Tage im ganzen Monat April mit
Grenzwertüberschreitungen verzeichnet worden waren.
Am schlimmsten ists im Tessin
Am stärksten mit dem gesundheitsschädigenden Ozon belastet ist die Luft
im Tessin. An den beiden Messstationen in Lugano sowie in Magadino
liegt das maximale Stundenmittel seit dem 6. April permanent über dem
Grenzwert, der laut Luftreinhalteverordnung nur einmal pro Jahr
überschritten werden dürfte.
Zehn oder mehr Sommersmog-Tage sind in diesem Monat
zudem an
den Stationen Chaumont, Rigi, Dübendorf, Payerne, Lägern und Sitten
verzeichnet worden. Am Samstag war die Ozonbelastung an 13 der 16
Stationen zu hoch.