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Apr 24, 2007

Schönes Wetter belastet Luft

Seit 18 Tagen hält die Schönwetterperiode in der Schweiz an. Der April ist vier bis fünf Grad wärmer als im langjährigen Durchschnitt und die Ozon-Belastung ist rekordverdächtig.



Die anhaltende Trockenheit hat am Freitag erste Rekorde gebrochen, von verbreiteten Höchstwerten allerdings ist man teilweise noch weit entfernt. Dies illustriert das Beispiel Zürich, wo bisher 18 Tage ohne nennenswerte Niederschläge verzeichnet wurden. 1865 war es sogar 35 Tage und 1893 sogar 45 Tage nacheinander trocken. Immerhin liegt eine so lang andauernde Trockenheit auch in Zürich bereits 26 Jahre zurück.

In Engelberg ist die längste Phase ohne Niederschlag seit Messbeginn im Jahr 1900 verzeichnet worden.

Auch der Wärmeüberschuss ist beachtlich. Der April ist im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt bereits verbreitet vier bis fünf Grad zu warm. «Und da dürfte noch einiges hinzukommen», sagte der Meteorologe. Ein Ende der Schönwetterperiode ist nämlich nicht in Sicht. Das sommerliche Wetter mit Temperaturen um die 25 Grad wird noch mindestens eine Woche anhalten, wie er sagte.

Grenzwerte überschritten
Die Statistiken des Bundesamts für Umwelt zeigen, dass die Zahl der Tage mit einer Sommersmog-Lage an den Stationen des Messnetzes bereits jetzt mehr als doppelt so hoch ist wie im ganzen Monat April 2006. Damals wurden an den 16 Messstationen 63 Tage gezählt, an denen der maximale Stundenmittelwert über dem Grenzwert der Luftreinhalteverordnung von 120 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter lag. Im April dieses Jahres waren es bis gestern bereits 134 Tage.

Das ist auch deutlich mehr als in den Jahren 2005 und 2004, als 85 beziehungsweise 106 Tage im ganzen Monat April mit Grenzwertüberschreitungen verzeichnet worden waren.

Am schlimmsten ists im Tessin
Am stärksten mit dem gesundheitsschädigenden Ozon belastet ist die Luft im Tessin. An den beiden Messstationen in Lugano sowie in Magadino liegt das maximale Stundenmittel seit dem 6. April permanent über dem Grenzwert, der laut Luftreinhalteverordnung nur einmal pro Jahr überschritten werden dürfte.

Zehn oder mehr Sommersmog-Tage sind in diesem Monat zudem an den Stationen Chaumont, Rigi, Dübendorf, Payerne, Lägern und Sitten verzeichnet worden. Am Samstag war die Ozonbelastung an 13 der 16 Stationen zu hoch.



Last Update:   May 09, 2007 - jbg

Content Source:   tagesanzeiger.ch; (grü/ap)



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