In den letzten 12 Monaten war es in Basel und Zürich so warm wie noch nie seit Messbeginn vor 150 Jahren. Die Durchschnittstemperatur entspricht dem, was der Weltklimabericht für das Jahr 2050 voraussagt.
In Basel beträgt die Durchschnittstemperatur seit
April 2006 12,1 Grad. Laut SF Meteo ist dies das erste Mal seit Beginn
der Messungen Mitte des 19. Jahrhunderts, dass der Jahresdurchschnitt
über 12 Grad lag. Damit lag der Jahresdurchschnitt sogar leicht höher
als im Hitzesommer 2003.
Auch Zürich habe mit 10,93 Grad den wärmsten
Jahresdurchschnitt erlebt. In Genf und Lugano seien die Höchstwerte aus
dem Jahr 2003 nicht geknackt worden, hiess es weiter.
Warmer Januar, kalter August
Seit einem Jahr gebe es extreme Wärmeüberschüsse: Die Abweichung
war in den Monaten Januar und Juli mit rund 5 Grad am höchsten.
September, November und Februar waren 3 Grad wärmer als üblich. Nur der
August war kälter als sonst, in Basel um 1,6 Grad, in Zürich gar um 2
Grad.
Von den letzten 12 Monaten aus betrachtet
beträgt die Erwärmung laut SF Meteo rund 2,5 Grad in 30 Jahren. Der
neuste Uno-Klimabericht (IPCC) geht von einer globalen Erwärmung von
rund 2 bis 3 Grad bis zum Jahr 2050 aus.
Weiterer Anstieg wahrscheinlich
Wenn dieses Szenario eintritt, dann dürfte der Temperaturanstieg
in der Schweiz gemäss dem ETH-Klimaforscher Andreas Fischlin doppelt so
hoch ausfalllen. «Das Landschaftsbild wird sich dann massiv verändern»,
warnte Fischlin in einem Interview mit der «Basler Zeitung». In
tieferen Lagen könnte es wie am Mittelmeer zu einer Versteppung kommen.
«Bäume gibt es dann nicht mehr». Last Update:
Jul 11, 2007 - jbg