Neben den 14 Pässen mit Wintersperre trafen die Autofahrer am Morgen in höheren Lagen verbreitet schneebedeckte Fahrbahnen an. So zum Beispiel auf den Pässen Bernina, Lenzerheide, Julier, Maloja und Wolfgang. Auch die Zufahrten zu den Autoverladestationen durch den Furka-Tunnel sowie durch den Vereina-Tunnel in Selfranga waren mit Schnee bedeckt.
Im Unterschied zu Deutschland kam es auf den Schweizer Strassen vorerst nicht zu schweren Unfällen wegen des Schnee und Eis. Im Kanton Freiburg verlor ein 37-jähriger Autolenker auf der schneebedeckten Autobahn A12 bei Semsales in der Nacht die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte in die Leitplanken. Er wurde leicht verletzt.
Die Meteorologen rechnen frühestens am kommenden Wochenende mit wirklich frühlingshaftem Wetter. Zuvor muss bei aufklarendem Himmel vor allem in den Nächten mit starkem Frost gerechnet werden, weil die Luftmassen sehr kalt sind. «Das grösste Schadenspotenzial ist nicht der Schnee sondern der Frost», sagte Ambühl.
So sehen es auch die Bauern, denen das Flockentreiben zunächst keine allzu grossen Sorgen bereitete. Wenn die Temperaturen jedoch auf unter minus fünf Grad fallen sollten, sei der Obstbau in allen Regionen betroffen, sagte Sprecherin Sandra Helfenstein vom Schweizerischen Bauernverband. Zurzeit blühen die Aprikosen und frühe Kirschsorten. Doch auch die Apfel- und Birnenbäume sowie die Knospen der Reben seien weit fortgeschritten und könnten wie die Beeren in einem weiteren Temperatursturz erfrieren.