View Article
Jan 31, 2007 Wärmster Januar seit Messbeginn
Der diesjährige Januar ist trotz kaltem Ausklang der wärmste Jahresanfang seit Beginn der Messungen 1864. Auf den Schnee mussten viele Regionen bis zum 24. Januar warten.
In den vergangenen zwei Jahren zeigte sich der erste Monat des Jahres noch winterlich kalt und lud auf den kleineren Flachlandseen gar zum Schlittschuhlaufen ein. Ganz anders zeigte sich der Januar in diesem Jahr. Statt gefrorener Seen liess es sich an einigen Orten dank milder Temperaturen gar baden.
Besonders ausgeprägt waren die höheren Temperaturen in der Nord- und Nordostschweiz sowie in der Südschweiz: In Zürich wurden im Schnitt 4,8 Grad gemessen, 1,3 Grad mehr als gewöhnlich. In Lugano lag die Temperatur mit 6,4 Grad um 1,2 Grad über dem Durchschnitt.
Nicht ungewöhnlich war die Wärme dagegen in der Höhe. Auf dem 2502 Meter hohen Säntis wurde das diesjährige Monatsmittel von minus 5,5 Grad bereits 13-mal überboten. Am wärmsten war es im Januar 1989 mit durchschnittlich minus 2,1 Grad.
Im Tessin bis 24 Grad
Der warme Januar mit seinen lebhaften West- und Südwestlagen wurde durch warme Luftmassen aus dem subtropischen Atlantik verursacht, die mit stürmischen Winden nach Europa gelangten. Sehr hohe Tagesmittel ergaben sich auch während des starken Weststurms Kyrill vom 18. auf den 19. Januar. Das Tessin erlebte damals heftigen Nordföhn mit Tageshöchstwerten von bis zu 24 Grad.
Entsprechend gross war im Januar der Schneemangel bis in höhere Lagen. Zürich und viele andere Stationen erlebten die erste Schneedecke erst in der Nacht auf den 24. Januar. Bereits in der ersten Januarwoche wurden zudem erste Haselpollen gemessen. Neben Erkältungsschnupfen war deshalb schon mit Heuschnupfen zu rechnen.
Last Update:
Feb 28, 2007 - jbg
Content Source:
www.tagesanzeiger.ch; (krj/ap)
factBase entries: 2