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Dec 01, 2006

Redkordherbst wegen Klimawandel

Mit warmen Herbsttagen ist auch in Zukunft zu rechnen. Der ausserordentliche Herbst 2006 ist nach Ansicht von Forschern eine Folge des Klimawandels.



Direkt verantwortlich für die Rekordtemperaturen sei zwar der Transport warmer Luft vom Mittelmeer nach Norden bei Süd- und Südwestwetterlagen gewesen, teilte das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung mit. Forscher beobachteten jedoch seit den 20er und verstärkt seit den 80er Jahren eine Zunahme solcher Wetterlagen.
 Obwohl Klimawissenschaftler diese Entwicklung mit der globalen Erwärmung in Verbindung brächten, seien sie von der Intensität in den vergangenen Monaten überrascht worden. «Dieser Herbst lieferte einen weiteren Mosaikstein für das sich immer deutlicher abzeichnende Bild des Klimawandels», erklärte Instituts-Sprecherin Uta Pohlmann.
 
 Seit längerem gibt es Warnungen, dass wegen der weltweiten Erwärmung Wetterextreme verstärkt auftreten. Pohlmann erinnerte an den Hitzesommer 2003 oder die Hochwasser am Alpennordrand 2005. «Als ein Klimaänderungszeuge kann auch der aussergewöhnlich heisse und trockene Juli 2006 in den Zeugenstand gerufen werden», sagte sie. Nach den Messungen der Klimaforscher war der diesjährige Herbst der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Last Update:   Dec 06, 2006 - jbg

Content Source:   www.tagesanzeiger.ch; (grü/ap)



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