Der September 2006 wird als einer der wärmsten in die Jahrbücher der Meteorologen eingehen. Glaubt man den Jahrbüchern der ehemaligen Schweizerischen Meteorlogischen Zentralanstalt, dann ist seit Beginn der offiziellen Messreihe noch nie ein so warmer September registriert worden.
7,4 Grad betrug 2006 die Durchschnittstemperatur. Der bisherige Höchstwert stammte aus dem Jahr 1961 mit 7,0 Grad. Ebenfalls sehr warm war es im September 1997, damals lag die Temperatur bei 6,7 Grad.
Über dem Durchschnitt
Im ganzen Land lagen die Werte weit über dem Durchschnitt: Allgemein war in den Föhngebieten der Temperaturüberschuss am grössten. In Chur war es sogar 3,8 Grad wärmer als in einem durchschnittlichen September und auch in St. Gallen, Sitten, Zürich und Luzern lagen die Werte mehr als 3 Grad über dem Durchschnitt.
In Zürich und Basel war der September 2006 seit genau 45 Jahren der wärmste. Einzig auf der Alpensüdseite war der Wärmeüberschuss nicht ganz so extrem. Im Südtessin war es rund 2 Grad zu warm.
Achterbahn der Temperaturen
In den letzten Monaten erlebten wir nördlich der Alpen eine Berg- und Talfahrt der Temperaturen. Der vergangene Winter war der kälteste seit 21 Jahren, und auch im Frühling gab es ausserordentliche Kaltlufteinbrüche.
Ganz anders der Juli: Vielerorts war der Juli 06 der wärmste seit Messbeginn in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Im August schlotterten wir gnadenlos vor uns hin. An vielen Orten erlebten wir den kältesten August seit genau 50 Jahren. Und jetzt erneut die Umkehr zu aussergewöhnlicher Wärme.