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Sep 26, 2006

Die Erde wird immer wärmer

Auf der Erde ist es so warm wie seit tausenden Jahren nicht mehr. Der von Menschen verursachte Klimawandel beginnt laut Untersuchungen amerikanischer Forscher, sich auf die Pflanzen- und Tierwelt auszuwirken.



Dies geht aus einer Studie amerikanischer Forscher hervor, die in der heutigen Ausgabe des Fachblattes «Proceedings of the National Academy of Sciences» veröffentlicht wurde. Der Leiter des Forschungsteams, James Hansen vom Goddard-Institut der US-Weltraumbehörde Nasa, hatte vor Jahrzehnten als erster vor den Gefahren des Klimawandels durch so genannte Treibhausgase gewarnt.
Stetiger Anstieg der Durchschnittstemperatur
In den vergangenen 30 Jahren stieg die Durchschnittstemperatur jedes Jahr um 0,2 Grad Celsius, stellten die Forscher fest. Die Temperatur sei dabei auf den höchsten Stand in der derzeitigen zwischeneiszeitlichen Periode gestiegen, die vor 12’000 Jahren begonnen hatte.

Die Forscher wiesen auf einen Bericht in der Zeitschrift «Nature» hin, wonach als Folge darauf 1700 Pflanzen-, Tier- und Insektenarten begannen, polwärts zu wandern – in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts jedes Jahr um durchschnittlich 6,5 Kilometer.
Stärkere Erwärmung auf der Nordhalbkugel
Die Erderwärmung sei in der Nordhälfte stärker, so die Wissenschaftler, weil dort abschmelzendes Eis Land und Gestein freigibt, das sich schneller als die Wassermassen der südlichen Ozeane erwärmt. Aber auch dort sei ein Temperaturanstieg messbar, was zu einer Häufung von Stürmen und Unwettern nach dem so genannten «El Nino»-Phänomen führen kann.

«Diese Beweise legen nahe, dass wir uns gefährlichen Werten von durch Menschen verursachten Schadstoffemissionen nähern», sagte Hansen. Der Temperaturanstieg auf der Erde wird von wenigen Wissenschaftlern bezweifelt; es gibt allerdings unterschiedliche Theorien über die Ursache.

Gravierende Veränderungen der Erde?
In Hansens Forschungsprojekt heisst es, dass die Erwärmung nur noch ein Grad Celsius von der höchsten Temperatur seit einer Million Jahre entfernt sei. «Wenn die globale Erwärmung noch zwei bis drei Grad weiter geht, werden wir wahrscheinlich Veränderungen sehen, die aus der Erde einen anderen Ort macht als den, den wir kennen», prophezeite Hansen.


Last Update:   Aug 09, 2007 - jbg

Content Source:   www.tagesanzeiger.ch; (raa/ap)



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