Auf den Rückgang stiessen Wissenschaftler bei der Auswertung von Daten eines Nasa-Satelliten. Ergebnis: Im Winter blieb das Eis im Arktischen Meer insgesamt stabil. Allerdings habe sich die Verteilung von saisonalen und ganzjährigen Eismassen deutlich verschoben.
Vor einem Jahr bedeckte das Eis eine Fläche von 5,32
Millionen
Quadratkilometern, das sei die geringste Ausdehnung seit Beginn der
Satellitenmessungen 1978. Dauerhaft könnte dies in einen Teufelskreis münden:
Umliegende Ozeane könnten sich erwärmen. Dies könnte zur Folge haben,
dass im Sommer mehr Eis schmilzt und sich das Zufrieren im Herbst
verzögert. Das schmelzende Eis der Arktis trägt unterdessen nicht
zur
Erhöhung des Meeresspiegels bei, weil schwimmendes Eis genau das
Volumen verdrängt, das es in geschmolzenem Zustand einnimmt. Die
Eisschmelze heizt aber den Treibhauseffekt zusätzlich an, denn Eis
reflektiert Sonnenstrahlen stärker als die dunklere Meeresoberfläche.
Teufelskreis
Bereits zuvor hatten Forscher beobachtet, dass das Arktis-Eis im
Rekordtempo schmilzt: Von 2002 bis 2005 hatte das Eis nach Angaben des
Nationalen Schnee- und Eis-Datenzentrums der USA jedes Jahr eine um 20
Prozent geringere Ausdehnung als im Durchschnitt der Jahre 1978 bis
2000.
Last Update:
Jun 28, 2007 - jbg
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www.tagesanzeiger.ch; (fwü/sda)
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