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Aug 09, 2007

Chronik: Diese Unwetter suchten die Schweiz heim

BERN - Fast jeden Sommer kommt es in der Schweiz zu Unwettern und Überschwemmungen. Ob sich die Hochwasserhäufigkeit in den letzten 20 Jahren verstärkt hat, ist in der Forschung indes umstritten. Eine Chronik der schwersten Sommerunwetter der letzten 20 Jahre.



  • Sommer 1987: Die Alpenregion wird von schweren Unwettern heimgesucht. Am 19. Juli wird Poschiavo GR verwüstet, am 25. August die Urner Reussebene überflutet. Insgesamt sterben acht Menschen. Es entsteht Sachschaden von 1,3 Milliarden Franken. Die Gotthardbahn ist fast drei Wochen unterbrochen.
  • 24. September 1993: Nach starken Regenfällen tritt die Saltina über die Ufer und verwüstet das Stadtzentrum von Brig. Zwei Menschen ertrinken. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 600 Millionen Franken.
  • 10. Juli 1994: Die Ferienhaussiedlung Falli-Hölli in Plasselb FR kommt nach heftigem Regen ins Rutschen. 36 Chalets werden zerstört.
  • Sommer 1996: Unwetter suchen am 9. Juni die West- und Zentralschweiz heim. In Obwalden ertrinkt eine 19-jährige Frau in einem hochgehenden Wildbach. Am 8. Juli führen sintflutartige Regen in der ganzen Schweiz zu Erdrutschen und Strassenunterbrüchen. Es entstehen grosse Schäden an Obstkulturen.
  • 15. August 1997: Ein Unwetter mit Schlamm- und Geröllawinen richtet in Sachseln OW Schaden von 120 Millionen Franken an. Kurz darauf wird auch Langnau BE überflutet.
  • 15. Mai 1999: Unwetter führen zwischen Thun und Bern, in der Linthebene und der Bodensee-Hochrhein-Region zu Hochwasser. Die Altstädte von Bern, Thun und Rheinfelden werden teilweise überflutet. Die Schäden belaufen sich auf 580 Mio. Franken.
  • 14./15. Okt. 2000: Anhaltende Regengüsse führen im Wallis zu Erdrutschen und Überschwemmungen. Insgesamt sterben dabei 16 Menschen, 13 davon beim Erdrutsch in Gondo, der Teile des Dorfes zerstört. Der Schaden beläuft sich auf eine halbe Milliarde Franken. Der Langensee überschwemmt einen Teil Locarnos.
  • 16.Nov. 2002: Anhaltende und heftige Niederschläge verursachen in der ganzen Schweiz Erdrutsche und Überschwemmungen, Gotthard- und Simplonbahn werden unterbrochen. Erdrutsche verletzen in Schlans GR mehrere Menschen, bei müssen Disentis rund 20 Personen evakuiert werden. Der Lago Maggiore und Genfersee treten über die Ufer, in Lully VD müssen etwa 100 Personen evakuiert werden.
  • Hitzesommer 2003: Bei schweren Gewittern kommen am 16. Juli in Jona SG eine Frau durch einen umstürzenden Wohnwagen ums Leben, in Schönenberg ZH werden drei Kinder von einem umstürzenden Baum verletzt. Am 29. August kommt eine Person im Blenio-Tal TI bei einem Erdrutsch ums Leben.
  • 3. Juni 2004: Nach anhaltenden Regenfällen treten Thunersee und Aare über das Ufer. Das Berner Mattequartier wird gesperrt. In Obwalden überflutet der Sarnersee den Bahnhof Sachseln. Ein zehnjähriger Bub ertrinkt in Wasen BE in einen reissenden Bach.
  • 21. bis 23. Aug. 2005: Heftige Regenfälle richten vor allem in Bern, Aargau sowie der Ost- und Innerschweiz Schäden von 2,5 Mrd. Franken an. Insgesamt acht Personen kommen ums Leben. Teile von Bern, Luzern, Sarnen und Engelberg stehen unter Wasser. Zahlreiche Bahn- und Strassenverbindungen werden unterbrochen, mehrere Ortschaften wie Engelberg und Lauterbrunnen sind abgeschnitten.
  • Sommer 2007: Mehrmals überqueren Gewitterfronten mit heftigen Niederschlägen die Schweiz, die teils schwere Schäden hinterlassen. Am 8. Juni kommen in Huttwil BE und Eriswil drei Menschen bei Überschwemmungen ums Leben. Am 8. August wird die Schweiz von den schwersten Unwettern seit zwei Jahren heimgesucht.



Last Update:   Aug 15, 2007 - jbg

Content Source:   zisch.ch; ap



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