ThinkBank v2.0

Archive It...

 
  

Aug 09, 2007

Werte von 2005 vereinzelt überboten

Die heftigen Regenfälle habe die Pegelstände von Flüssen und Seen in die Höhe getrieben. Bieler- und Thunersee überschritten die Hochwassergrenze.



Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) verzeichnete vereinzelte Rekordwassermengen. In den meisten Gebieten wurden aber die Ausmasse vom Augustunwetter 2005 nicht erreicht.

In der gesamten Nordschweiz sowie im unteren Wallis liessen die starken Niederschläge die Gewässer ansteigen. Als aussergewöhnlich bezeichnete Christian Koch von der Abteilung Hydrologie vor allem die Situation in der Aare vom Abfluss des Bielersees bis zur Mündung in den Rhein.

In Murgenthal wurde mit rund 1260 Kubikmeter pro Sekunde ein neuer Abfluss-Rekord verzeichnet. Auch bei Brugg wurde ein neuer Rekord verzeichnet. Ebenfalls erreichte die Birs bei Moutier mit 75 Kubikmeter pro Sekunde einen neuen Höchstwert.

Bielersee: Lage bleibt kritisch
Vielerorts stabilisierte sich die Lage im Lauf des Tages oder entspannte sich sogar leicht. Hingegen nahmen die Wassermengen in der Aare bei Hagneck, im Rhein bei Basel und in der Saane bei Freiburg noch zu. Laut Koch lag die Abflussmenge der Aare zwischen Bielersee und Rheinmündung über jener vom 2005. Auch im Raum Kaiserstuhl - Basel übertrafen die Werte jene von 2005, kamen jedoch nicht an jene des Elementarschadenjahres 1999 heran.

Ebenfalls stiegen die Wasserstände einiger Seen. Der Bielersee beispielsweise erreichte die Hochwassergrenze kurz vor 9.30 Uhr und stieg auch im Tagesverlauf weiter an, wie Koch ausführte. «Hier ist die Sache noch nicht ausgestanden, solange die Saane und der Thunersee so viel Wasser führen», fügte er an. Trotz leichtem Anstieg dürften aber Brienzer- und Vierwaldstättersee die Hochwassergrenze nicht erreichen.

Aargau: Lage stabilisiert sich
Die Stadt Thun meldete, der See habe die Schadensgrenze kurz vor 14 Uhr überschritten. Trotz Wetterberuhigung gingen die Behörden von einem Ansteigen des Pegels um weitere 20 Zentimeter auf die Höhe von 558,50 Meter über Meer aus.

Aus dem Aargau meldete der Kantonale Führungsstab, die Aare bei Brugg habe am Mittag einen Stand von 1384 Kubikmeter pro Sekunde erreicht; der Alarmwert liege bei 1050 Kubikmetern. Die Wasserstände aller Flüsse im Aargau seien aber tendenziell langsam abnehmend. Dass die Abflussmenge aus dem Zürichsee in den frühen Morgenstunden reduziert wurde, habe sich positiv auf den Aarewasserstand ausgewirkt.


Last Update:   Aug 15, 2007 - jbg

Content Source:   tagesanzeiger.ch; (ret/ap)



factBase entries: 1